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  • GR11 Tag O: Von Köln nach Irún

    Um kurz vor fünf klingelt der Wecker. Eigentlich hätte ich vor zwei Tagen schon mit der Bahn nach Hendaye fahren und meine Wanderung starten sollen, aber da hat mir die Hitzewelle und die SNCF einen Strich durch die Rechnung gemacht – Dreifachverbindung umgebucht. 5 Uhr, der Kaffee läuft gerade durch: Pushbenachrichtigung, dass der Eurostar nach Paris ausfällt. Keine Chance, zeitnah schon wieder alles umzubuchen, kurz vor der Resignation, aber dann zähneknirschend schnell einen Flug von Düsseldorf nach Bilbao gebucht und wenige Stunden später stehe ich im Baskenland, ohne Frankreich überhaupt berührt zu haben.

    In Bilbao hat der Decathlon Gaskartuschen mit Schraubverschluss, bei Mercadona kaufe ich Müsliriegel mit Mandarinengeschmack mit dem Gefühl, dass das ein Fehlkauf wird. Auf einer schattigen Bank unter den schönen Fassaden trinke ich Fertig-Eiskaffee. Abends in Irún sind es nur 26° C mit leichter Brise, während meine Wohnung in Köln zeitgleich bei 40 Grad gart. Das Hotelzimmer ist eisig klimatisiert, ein Paradies. Auf dem Balkon lege ich die Füße auf die Brüstung hoch und schaue mir die Hügel an, in die ich morgen hineingehen werde.

  • Tag -10: Zwei Nächte Eifel

    Drei Tage mit Kathi, Ausrüstung testen. Die Merinohose ist löchrig geworden, alles andere tut noch. Im Zelt fliegt noch Dreck aus Schottland letztes Jahr rum. Die neuen Schuhe drücken jeden Tag an einer anderen Stelle, aber nirgendwo nachhaltig. Kathi vertrödelt beim Gehen genauso viel Zeit mit Pilzen wie ich mit Pflanzen, gutes Team.